Abdominoplastik

Nach starker Gewichtsabnahme oder Schwangerschaften kann es zu einer Abnahme der Hautelastizität am Bauch kommen. Es resultiert ein mehr oder weniger ausgeprägter Haut- und Fettgewebsüberschuss. Eine Fettabsaugung alleine würde zu keiner Verbesserung, sondern eventuell sogar zu einer verstärkten Hauterschlaffung führen. In diesem Fall kann durch eine Bauchdeckenstraffung (Abdominoplastik) der Haut- und Fettgewebsüberschuss entfernt und eine schöne Bauchform erzielt werden.

Eine Bauchdeckenstraffung erfolgt unter Allgemeinanästhesie (Narkose). Abhängig vom Umfang des Gewebeüberschusses sind verschiedene Schnittführungen möglich.

  1. Mini Abdominoplastik: Eine horizontale Schnittführung an der Obergrenze der Schambehaarung ohne Versetzen des Bauchnabels ist meist nur bei einem sehr geringen Hautüberschuss möglich.
  2. Liegt ein größerer Hautüberschuss vor, wird eine horizontale Schnittführung mit Versetzen des Bauchnabels notwendig. Die Patienten können hierbei den Narbenverlauf mitbestimmen, dass dieser ihrer Bade- und Dessousmode am besten entspricht. Der Nabel wird bei der Bauchdeckenstraffung umschnitten und nach der Straffung an entsprechender Stelle wieder eingenäht.
  3. Bei einem noch stärkeren Haut-und Fettüberschuss muss der waagerechte Schnitt durch einen senkrechten Schnitt erweitert werden. Nur so kann als Ergebnis ein ausreichend flacher Bauch entstehen. Der Narbenverlauf entspricht der eines umgedrehten T und wird daher häufig auch T-Schnitt genannt. Auch hier wird der Nabel umschnitten und an entsprechender Stelle wieder eingenäht.

Eventuelle Dehnungsstreifen bzw. Schwangerschaftsstreifen verschwinden nur, wenn sie im Bereich des überschüssigen Hautanteils liegen, der bei der Operation entfernt wird. Liegt ein Auseinanderweichen der geraden Bauchmuskeln vor (Rektusdiastase), kann dieses im Rahmen der Operation mit korrigiert werden.

Die Operation dauert zwischen 1 und 3 Stunden. Der Eingriff wird üblicherweise im Rahmen eines 1-4 tägigen stationären Aufenthaltes durchgeführt. Im Rahmen der Operation werden in der Regel 2-3 Drainagen eingelegt, damit ein Ablauf von Wundflüssigkeit gewährleistet ist. Nach der Operation sollte ein Stützmieder für 6 Wochen getragen werden, um das Operationsgebiet zu stabilisieren.

Welche Komplikationen können auftreten?

Die häufigsten Komplikationen sind Blutergüsse, kleinere Wundheilungsstörungen und eine Ansammlung von Wundflüssigkeit im operierten Gebiet (Serom). Insbesondere bei Rauchern besteht ein erhöhtes Risiko für Durchblutungsstörungen im Bereich des Bauchnabels und der Wundränder. Daher empfehlen wir Rauchern, 4 Wochen vor der Operation das Rauchen aufzugeben oder stark einzuschränken.

OP KOMPAKT
OP-Dauer: Je nach Umfang 1-3h
Klinikaufenthalt: 1-4 Tage stationär
Anästhesie: Vollnarkose
Nachsorge: Tragen eines Kompressionsmieders und Sportpause für 6 Wochen
Risiken: Blutergüsse, Wundwasser, Infektionen, Wundheilungsstörungen